So schreibst Du bessere Online-Texte.

Vom Bild zum Wort und wieder zurück

Meist sagen wir mehr als nötig, denn unser denken funktioniert in Bildern. Diese beschreiben wir, wenn wir sprechen. Unsere Zuhörer erstellen daraufhin ein eigenes Bild anhand unserer Beschreibung. In den allermeisten Fällen, weichen die Bilder voneinander ab. Daneben kann ein Bild aber auch eine ganze Geschichte erzählen, die jeder auf die gleiche Art und Weise einordnet.

Die Kunst liegt also darin, unsere Aussagen sauber zu formulieren und überflüssige Adjektive zu vermeiden. Ja, ganz auf Adjektive verzichten können wir nicht. Ohne „Melodie“ oder „Stil“ ist ein Text trocken und langweilig. Mit Adjektiven gestalten wir Texte greifbar und fesselnd – auf die Dosis und den Klang kommt es an!

Klare Sprache, einfache Sätze

Es klingt einfach aber das Kürzen von Texten will gelernt sein. Es ist nicht immer leicht, auf Details zu verzichten. Manchmal überkommt es einen: Der Text klingt wunderbar und lässt uns wie in einem Gedicht baden. Lesen wir den Text jedoch in einen anderen Moment, berührt er uns plötzlich nicht mehr.

Online-Texte werden in den verschiedensten Momenten und aus den unterschiedlichsten Gründen gelesen. Wir müssen uns daher in die Rolle des Lesers begeben. Was ist für den Leser wichtig? Was weiß er schon? Was sind seine Probleme?

Zu viele Details machen den Text sperrig, zu wenige Details hinterlassen Fragen. Um Texte immer informativ und fesselnd zu schreiben, kommt es also auf Fingerspitzengefühl an. Und dieses können wir trainieren.

Für wen schreiben?
Es ist hilfreich zu wissen, für wen man schreibt.

Für wen schreiben wir?

Wenn wir unseren Zuhörer bzw. Leser kennen, dann erschließt sich auch die Form. Je nachdem soll unser Text mehr informieren oder unterhalten. Abwechslung und Abschweifungen beleben einen Text, erschweren mitunter das Verständnis und die Aussagekraft.

Übung macht den Meister

Wenn wir einen Text geschrieben haben, gehen wir am besten systematisch in die Korrektur:

  1. Den Text einmal komplett durchlesen, ohne Änderungen vorzunehmen.
  2. Hat der Text einen roten Faden und trifft eine Aussage?
  3. Sind unsere Argumente nötig, einleuchtend und logisch?
  4. Schachtelsätze, Aufzählungen und überflüssige Adjektive markieren.
  5. Text anhand unserer Notizen korrigieren.
  6. Ein Satz pro Gedanke
  7. Übergänge zwischen den Absätzen prüfen
  8. Sinnvolle Teilüberschriften setzen

Um unseren Stil zu verbessern, können wir auf Vorbilder oder Tools zurückgreifen.

Von unseren Vorbildern lernen, ohne sie zu kopieren.

Vorbilder und Analyse

Gibt es Webseiten, deren Beschreibungen und Texte wir besonders toll finden? Was finden wir an diesen Texten gut? Schnell können wir erkennen, mit welchen Mitteln dort gearbeitet wird. Macht das für unsere Leser Sinn und können wir uns das als Vorbild nehmen?

Wir können uns mit den gleichen Mitteln ausprobieren und gleichzeitig uns trainieren. Es braucht etwas Fingerspitzengefühl und Liebe fürs Detail, um hier eine eigene Sprache zu formen. Es lohnt sich, wenn wir hier systematisch vorgehen.

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